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Einsatzgebiet · Hof (Saale)

In Hof fragt man vor der Säge.

Die Stadt schützt ihre Bäume per Verordnung — mit klaren Maßen und einem Bußgeldrahmen, den man nicht ausprobieren möchte. Wir klären das, bevor wir kommen.

Hof an der Saale

Gartenpflege in Hof: kalt, trocken, und mit hohem Anspruch ans Grün.

Hof ist die größte Stadt in unserem Einsatzgebiet und die einzige kreisfreie: 46.624 Einwohner, 27 Stadtteile, ein Stadtgebiet, das von rund 450 Metern an der Saale bis auf 614 Meter am Kulm reicht. Vom Betriebssitz in Stammbach fahren wir über die St 2194 auf die A 9, ab dort bis zur Anschlussstelle Hof-West und weiter über B 15 und B 2 — rund achtundzwanzig Minuten.

Klimatisch ist Hof der Sonderfall der Region. Die DWD-Station misst für 1991 bis 2020 ein Jahresmittel von 7,8 Grad bei nur 712,6 Millimetern Niederschlag. Zum Vergleich: An unserer Heimatstation Stammbach sind es über 1.000 Millimeter. Hof liegt im Regenschatten und trägt gleichzeitig den Ruf als Bayerisch Sibirien nicht ohne Grund — der tiefste je gemessene Wert liegt bei minus 27 Grad, aufgezeichnet im Februar 1956.

Kalt und trocken zugleich ist für Gärten die unangenehmste Kombination. Rasenflächen leiden im Sommer schneller als in Helmbrechts oder Gefrees, Neupflanzungen brauchen länger zum Anwachsen, und im Frühjahr ist mit Frost länger zu rechnen, als der Kalender nahelegt: Selbst im Mai weist die DWD-Statistik für Hof im Mittel noch 0,8 Frosttage aus, mit einem Rekordtief von minus 5,1 Grad.

Baumschutz

Was die Baumschutzverordnung der Stadt Hof konkret bedeutet.

Hof hat eine eigene Baumschutzverordnung, und sie ist präziser gefasst, als viele erwarten. Geschützt sind alle Laubbäume mit Ausnahme von Obstbäumen, dazu Weißtanne, Lärche und Eibe — ab einem Stammumfang von 80 Zentimetern, gemessen in einem Meter Höhe. Bei mehrstämmigen Gehölzen genügen 50 Zentimeter Umfang je Einzelstamm. Fällung oder erheblicher Rückschnitt sind genehmigungspflichtig, der Bußgeldrahmen reicht bis 50.000 Euro.

Praktisch heißt das: Ein normaler Pflegeschnitt ist in aller Regel unproblematisch, ein erheblicher Rückschnitt oder eine Fällung nicht. Wir messen den Stammumfang vor Ort, bevor irgendetwas passiert, und wenn ein Baum in den Schutzbereich fällt, gehen wir nicht davon aus, sondern klären es mit dem zuständigen Sachgebiet. Ein Anruf kostet zehn Minuten, ein Bußgeldbescheid deutlich mehr.

Wichtig für alle, die in der Umgebung wohnen: Diese Verordnung gilt für das Stadtgebiet Hof. Im Landkreis Hof — also in Münchberg, Helmbrechts, Sparneck, Zell oder Stammbach — gilt sie nicht. Wer beides durcheinanderbringt, argumentiert entweder zu ängstlich oder zu sorglos.

  • Stammumfang wird vor Ort gemessen
  • Pflegeschnitt in der Regel ohne Genehmigung
  • Bei Fällung und starkem Rückschnitt vorher anfragen
  • Gilt nur für die Stadt, nicht für den Landkreis

Stadtgärten

Kleine Flächen, alte Bäume, enge Nachbarschaft.

Gärten in einer Stadt sind selten das Problem, ihre Ränder sind es. Ein Baum, der vor vierzig Jahren in einen Vorgarten gesetzt wurde, steht heute an der Grenze zum Nachbargrundstück, wirft Schatten auf zwei Terrassen und schiebt Äste über einen Gehweg. Und weil in dichter Bebauung jeder Schnitt gesehen wird, ist das Ergebnis wichtiger als das Tempo.

Wir arbeiten in solchen Lagen so, dass hinterher nichts liegen bleibt. Das Schnittgut fährt mit — in einem Stadtgarten ohne Zufahrt ist das der Teil, an dem die meisten Eigenleistungen scheitern. Das Lichtprofil zum Gehweg machen wir gleich mit frei, weil das ohnehin regelmäßig fällig ist.

Bei Hecken gilt auch hier die Schonzeit nach § 39 Abs. 5 BNatSchG vom 1. März bis 30. September für starke Rückschnitte; schonende Form- und Pflegeschnitte bleiben zulässig. In enger Bebauung planen wir starke Rückschnitte gern auf einen Termin im Oktober oder November, wenn ohnehin weniger los ist.

Referenzniveau

Eine Stadt, die ihr Grün seit über zweihundert Jahren ernst nimmt.

Der Bürgerpark Theresienstein umfasst rund siebzig Hektar, seine Geschichte reicht bis 1816 zurück, und er zählt damit zu den ältesten Bürgerparks Deutschlands. 2003 wurde er als schönster Park Deutschlands ausgezeichnet. Im Luitpoldhain liegt der Botanische Garten der Stadt, angelegt 1929, dazu seit 1954 der Zoologische Garten auf zwei Hektar. 1994 richtete Hof die Landesgartenschau aus.

Insgesamt zählt die Stadt 87 Grünanlagen. Dazu der Wittelsbacher Park von 1910 auf ehemaligem Friedhofsgelände, der Untreusee als Naherholungsgebiet im Süden und Naturdenkmale wie die Eppenreuther Linde. Der Landschaftspflegeverband Landkreis und Stadt Hof, gegründet im Mai 1992, hat bis 2022 rund siebzig Kilometer Alleen, neunundzwanzig Kilometer Hecken und über achtzig Hektar Streuobstwiesen angelegt.

Das setzt eine Messlatte, und wir haben nichts dagegen. Wer in einer Stadt arbeitet, in der ein Park von 1816 gepflegt wird, sollte einen Privatgarten nicht schlechter hinterlassen, als er ihn vorgefunden hat.

Im Angebot

Wofür wir nach Hof fahren.

Bei achtundzwanzig Minuten Anfahrt lohnt sich der Termin, an dem mehr als eine Sache erledigt wird. Wir legen das gern zusammen.

Häufige Fragen

Fragen aus Hof.

Brauche ich in Hof eine Genehmigung, um meinen Baum schneiden zu lassen?

Für einen normalen Pflegeschnitt in der Regel nicht, für eine Fällung oder einen erheblichen Rückschnitt schon. Die Baumschutzverordnung der Stadt Hof schützt alle Laubbäume außer Obstbäumen sowie Weißtanne, Lärche und Eibe ab 80 Zentimetern Stammumfang, gemessen in einem Meter Höhe; bei mehrstämmigen Gehölzen ab 50 Zentimetern je Einzelstamm. Wir messen vor Ort nach und fragen im Zweifel beim zuständigen Sachgebiet an, statt zu schätzen.

Gilt die Hofer Baumschutzverordnung auch in Münchberg oder Helmbrechts?

Nein. Sie gilt für das Gebiet der kreisfreien Stadt Hof. Münchberg, Helmbrechts, Sparneck, Zell im Fichtelgebirge und auch unser Sitz Stammbach liegen im Landkreis Hof, und dort greift sie nicht. Zuständig ist in diesen Fällen die untere Naturschutzbehörde am Landratsamt.

Warum ist mein Rasen in Hof im Sommer schneller braun als bei Verwandten im Umland?

Weil Hof im Regenschatten liegt. Die DWD-Station Hof weist für 1991 bis 2020 im Mittel 712,6 Millimeter Jahresniederschlag aus, die Station Stammbach über 1.000 Millimeter. Bei Trockenheit hilft es, die Schnitthöhe anzuheben statt zu senken — kürzer gemähter Rasen trocknet schneller aus. Wir stellen die Höhe entsprechend ein, statt jede Fläche gleich zu behandeln.

Kommen Sie auch in die Stadtteile?

Ja, Hof hat 27 Stadtteile, und wir fahren sie alle an — Moschendorf, Krötenbruck, Unterkotzau, Wölbattendorf, Eppenreuth und die übrigen genauso wie die Innenstadt. Da die Anfahrt rund achtundzwanzig Minuten dauert, legen wir Termine im Hofer Raum gern auf denselben Tag.

Auch in der Nähe

Auf dem Weg nach Hof.

Die Strecke über die A 9 führt an mehreren Orten unseres Einsatzgebiets vorbei. Für diese gibt es eigene Seiten.

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